Investmentanalyse verstehen und anwenden

Kennzahlen sind das Werkzeug. Aber sie richtig zu interpretieren – das ist die Fähigkeit, die Märkte von Vermutungen trennt. Unser Programm zeigt Ihnen, wie Sie mit fundamentalen Indikatoren arbeiten, ohne dabei in typische Anfängerfallen zu tappen.

Sie lernen nicht nur die Theorie hinter KGV, Cashflow-Analyse und Verschuldungsgraden. Sie entwickeln ein Gespür dafür, wann diese Zahlen aussagekräftig sind und wann sie in die Irre führen können. Das braucht Zeit, Übung und realistische Beispiele – genau das bieten wir.

Das Programm startet im Februar 2026 und läuft über acht Monate. Es richtet sich an Menschen, die bereits grundlegendes Finanzwissen mitbringen und tiefer einsteigen möchten.

Programmaufbau

Vier aufeinander aufbauende Module mit praktischem Fokus. Keine Garantien auf Rendite, aber fundiertes Wissen über Analysemethoden.

1

Fundamentaldaten richtig lesen

Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, Cashflow-Statements. Wir arbeiten mit echten Geschäftsberichten und zeigen, wo die wichtigen Informationen versteckt sind.

  • Aktiva und Passiva im Kontext verstehen
  • Operative und investive Cashflows unterscheiden
  • Buchhaltungstricks erkennen lernen
  • Branchenspezifische Besonderheiten
2

Bewertungskennzahlen anwenden

KGV, KBV, EV/EBITDA – diese Kennzahlen sind bekannt. Aber ihre Aussagekraft hängt stark vom Kontext ab. Hier lernen Sie, wann welche Kennzahl sinnvoll ist.

  • Relative vs. absolute Bewertungsmethoden
  • Peer-Group-Vergleiche richtig durchführen
  • Sektorspezifische Bewertungsansätze
  • Grenzen quantitativer Modelle verstehen
3

Qualitative Faktoren einbeziehen

Zahlen sind wichtig, aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte. Management-Qualität, Wettbewerbsposition, regulatorische Risiken – das sind Faktoren, die sich schwerer messen lassen, aber oft entscheidend sind.

  • Geschäftsmodelle systematisch bewerten
  • Wettbewerbsvorteile identifizieren
  • Corporate-Governance-Aspekte prüfen
  • Branchendynamiken einschätzen lernen
4

Praktische Analysearbeit

Im letzten Modul erstellen Sie eigene Analysen zu ausgewählten Unternehmen. Mit Feedback, realistischen Szenarien und ohne Schönfärberei.

  • Vollständige Unternehmensanalysen durchführen
  • Investmentthesen formulieren und verteidigen
  • Risiken systematisch identifizieren
  • Peer-Feedback und Mentoren-Review
Teilnehmer arbeiten an Finanzanalysen mit echten Unternehmensdaten

Reale Daten, echte Herausforderungen

Wir arbeiten nicht mit vereinfachten Beispielen. Stattdessen nehmen wir aktuelle Geschäftsberichte, Quartalsberichte und Branchendaten. Das ist manchmal unübersichtlich – genau wie in der Realität.

Sie lernen, mit widersprüchlichen Informationen umzugehen, Annahmen zu hinterfragen und zu akzeptieren, dass nicht jede Analyse zu einem klaren Ergebnis führt. Das kann frustrierend sein, ist aber wesentlich ehrlicher als geschönte Lehrbuchwelten.

Fallstudien aus verschiedenen Branchen

Technologie, Industrie, Konsumgüter, Finanzen – unterschiedliche Sektoren erfordern unterschiedliche Analysemethoden.

Aktuelle Marktbedingungen

Die Beispiele sind nicht zehn Jahre alt. Wir diskutieren, was heute relevant ist und wie sich Rahmenbedingungen ändern.

Gruppenarbeit und Diskussion

Analysen leben von verschiedenen Perspektiven. Sie arbeiten mit anderen Teilnehmern zusammen und lernen, Ihre Ansichten zu begründen.

Feedback ohne Beschönigung

Wenn eine Analyse Schwächen hat, sagen wir das direkt. Nur so entwickeln Sie ein realistisches Verständnis für Ihre Fähigkeiten.

Wer Sie begleitet

Zwei Finanzexperten mit unterschiedlichen Hintergründen und praxisnaher Erfahrung in Investmentanalyse.

Henrik Bergström, Finanzanalyst und Programmleiter

Henrik Bergström

Lead Analyst

Henrik hat zwölf Jahre in der Investmentanalyse verbracht, davon sieben bei einem mittelständischen Asset Manager in Frankfurt. Er kennt die Theorie, aber auch die Realität: Zeitdruck, unvollständige Daten, widersprüchliche Signale.

Seine Spezialität sind europäische Mid-Caps und Industrieunternehmen. Er legt Wert darauf, dass Teilnehmer lernen, ihre Annahmen transparent zu machen – auch wenn das manchmal unbequem ist.

Fundamentalanalyse Bewertungsmodelle Sektoranalyse
Oskar Lindqvist, Spezialist für qualitative Unternehmensanalyse

Oskar Lindqvist

Qualitative Analyse

Oskar kommt ursprünglich aus der Unternehmensberatung und hat später zur Investmentseite gewechselt. Er konzentriert sich auf die weichen Faktoren: Geschäftsmodelle, Wettbewerbspositionen, Management-Qualität.

Er glaubt nicht an einfache Formeln. Seine Analysen sind oft unbequem, weil sie zeigen, wie viel Unsicherheit in jeder Investmententscheidung steckt. Genau deshalb sind sie wertvoll.

Geschäftsmodelle Wettbewerbsanalyse Risikobewertung

Zeitlicher Ablauf

Programmablauf und Zeitplanung für das Analyseprogramm

Acht Monate strukturiertes Lernen

Das Programm beginnt am 12. Februar 2026 und läuft bis Ende September 2026. Die ersten drei Monate sind intensiv – Sie sollten etwa 8-10 Stunden pro Woche einplanen können.

Danach wird es praktischer und flexibler. Sie arbeiten an eigenen Analysen, das Tempo bestimmen Sie weitgehend selbst. Nur die Feedback-Termine sind fest terminiert.

1 6 Wochen

Grundlagen vertiefen

Finanzbericht-Analyse von Grund auf. Sie lernen, Bilanzen kritisch zu lesen und die richtigen Fragen zu stellen. Wöchentliche Live-Sessions mit Henrik, dazu Übungsaufgaben mit echten Unternehmensberichten.

  • Zwei wöchentliche Sessions à 90 Minuten
  • Selbststudium mit kommentierten Fallbeispielen
  • Wöchentliche Analyseübungen mit Peer-Review
  • Zugang zur Ressourcenbibliothek mit Branchenberichten
2 6 Wochen

Bewertungsmethoden verstehen

KGV, DCF-Modelle, Multiplikatoren – Sie lernen, wann welche Methode sinnvoll ist und wo ihre Grenzen liegen. Oskar zeigt, wie man qualitative Faktoren systematisch bewertet.

  • Praktische Modellierungsübungen in Kleingruppen
  • Diskussion über Bewertungsunsicherheiten
  • Branchenspezifische Bewertungsansätze
  • Kritische Auseinandersetzung mit Standardmodellen
3 8 Wochen

Eigenständige Analysen erstellen

Sie wählen zwei bis drei Unternehmen aus und erstellen vollständige Analysen. Mit regelmäßigem Feedback, aber weitgehend selbstgesteuert. Das ist der Teil, wo es schwierig wird – und am meisten bringt.

  • Individuelle Projektarbeit mit Mentoren-Support
  • Zweiwöchentliche Fortschritts-Reviews
  • Peer-Feedback-Sessions in Kleingruppen
  • Zugang zu professionellen Datenquellen und Tools
4 6 Wochen

Präsentation und kritische Diskussion

Sie präsentieren Ihre Analysen vor der Gruppe und den Mentoren. Erwarten Sie kritische Fragen. Der Punkt ist nicht, perfekte Antworten zu haben, sondern zu zeigen, dass Sie Ihre Annahmen und Unsicherheiten kennen.

  • Formale Präsentationen Ihrer Investmentthesen
  • Intensive Q&A-Sessions mit konstruktiver Kritik
  • Abschließendes Feedback zu Stärken und Entwicklungsfeldern
  • Vernetzung mit anderen Teilnehmern für zukünftige Zusammenarbeit